Heute: Wie wird meine
randlose Korrektionsbrille gefertigt?
Nachdem alle Fertigungsdaten ermittelt wurden und
die passende Brille ausgesucht wurde müssen nun die noch runden
Gläser zur passenden Form gebracht werden. Hierzu muss erst einmal
die gewünschte Glasform vom CNC-Automat abgetastet werden. Die
von Ihnen ausgesuchte Formscheibe wird also eingelegt und los geht
es (Abb. 1).
Als Nächstes werden Ihre speziellen Anpassdaten,
der Augenabstand und die Durchblickshöhe in die Zentriereinheit
eingegeben und das vom Glashersteller gelieferte Rohglas eingelegt
(die dioptrische Wirkung ist also bereits auf ihre Fehlsichtigkeit
abgestimmt) und auf einen Haltesauger Aufgeblockt. (Abb. 2)
Nun wird im nächsten Schritt das noch runde
Glas eingelegt und auf die gewünschte Form gerandet. (Abb. 3)
So nun stehen alle Bestandteile der Brille bereit,
die Backen an denen bereits die Bügel montiert sind, so wie der
Steg mit der Nasenauflage und natürlich die, wie eben beschrieben,
bereits passenden Gläser. Aber wie hält das ganze jetzt
aneinander?
Es folgt der handwerklich anspruchvollste Teil.
Es müssen Löcher oder manchmal sogar Nuten in die Gläser
gebohrt oder gefräst werden. Hierbei ist es enorm wichtig, dass
die Löcher absolut R/L symmetrisch, sowie genau der Vorgabe entsprechend
gesetzt werden. Schon Abweichungen von weniger als 0,5 mm sind deutlich
sichtbar und nicht qualitativ angemessen. Daher muss meist erst einmal
eine Musterverglasung angefertigt werden, um die perfekte Passform
zu garantieren. Doch dank modernster Feinmechanikbohrmaschinen ist
das mittlerweile in einem angemessenen Zeitrahmen möglich. (Abb.
4)
Nun wird das fast unsichtbare Schmuckstück noch montiert, gereinigt,
die Schrauben werden gekürzt, und die Schraubenköpfe mit
einem Schutzlack versiegelt, alle Daten werden noch einmal überprüft
und nach ca. 90min ist Ihr Unikat zur Abholung bereit. (Abb. 5)
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